Dank Michael, einem Wanderführer, der seit vielen Jahren den Winter auf La Gomera verbringt, erlebe ich den mystischen Nebelwald im Nationalpark Garajoney hautnah und teilweise abseits der Wege.
Hier kann man sich schon vorstellen, dass sich hier Elfen, Gnome und andere Wesenheiten aufhalten!
Der Wald besteht vorwiegend aus verschiedenen Lorbeerarten, der Baumheide (die wir im Balkonkasten als Erica kennen) und dem endemischen Gagelbaum.
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Durch die hohe Luftfeuchtigkeit sind die Bäume mit Flechten und Moosen dicht bewachsen. |
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die Kanaren Gänsedistel |
Die Legende von Gara und Jonay
Die
schöne Prinzessin Gara lebte noch vor der spanischen Eroberung im 15.
Jahrhundert auf La Gomera. Sie verliebte sich in den armen Bauernsohn
Jonay aus Teneriffa.
Dieser fuhr aus Liebe täglich auf einem Floß zur Nachbarinsel, um seine
Geliebte zu treffen. Doch die Verbindung stand unter keinem guten
Stern: Ein Priester sagte den beiden großes Unheil voraus. Als sich
beide das Jawort zur Eheschließung geben wollten, schien sich die
Prophezeiung zu erfüllen. Ein starkes Erdbeben erschütterte Teneriffa.
Der Vulkan Teide spie Lava,
das Meer um La Gomera färbte sich blutrot, und die Insel begann zu
glühen. Die Adelsfamilie der Prinzessin versuchte daraufhin, die Heirat
der beiden zu verhindern und brachte Jonay gewaltsam nach Teneriffa
zurück. Seine Liebe jedoch war so groß, dass er wenige Wochen später
erneut auf La Gomera landete. Gemeinsam floh das Paar ins Hochland und
versteckte sich in den dichten Wäldern hoch oben auf der Insel. Als
beide keinen Ausweg für ihre Liebe mehr sahen, nahmen sie eine an beiden
Enden gespitzte Lanze aus Lorbeerholz und stießen sie sich durch die
Brust. In inniger Umarmung ging das Liebespaar in den Tod.Dies ist nur eine Version von einigen verschiedenen dieser Legende. Aber seit jener Zeit, so sagen die Gomeros, trägt der höchste Berg und der heutige Nationalpark auf La Gomera den Namen Garajonay. Es gibt Prinzessin Gara und den armen Jonay auch als Steinskulpturen im Nationalpark. (wiki)
Nach der Tour durch den Nebelwald machen wir noch an einem schönen Aussichtspunkt bei Arure einen Stopp. Von dort genießen wir die Aussicht über das Nachbartal vom Valle Gran Rey mit dem Dörfchen Taguluche (der jüngste Bewohner hier ist über 60 Jahre alt!) und auf die Tejeleche-Berge.
Hier - nur wenige Kilometer vom Nationalpark entfernt hat uns die Sonne auch wieder :-)
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